Shiraz – Stadt der Poeten

Fassade im Abendlicht, Shiraz

Fassade im Abendlicht, Shiraz

Die Plakette mit der Nummer eins liegt verloren in meiner Hand. Herausfordernd halte ich sie noch einmal hoch. Der Busfahrer sieht mich verständnislos an. 

Luggage?, frage ich.

Er zeigt in den leeren Kofferraum des VIP-Buses. So sehr ich mich bemühe, auch ich kann dort kein Gepäck entdecken.

Es ist morgens um halb acht, am Tag vor meiner Rückreise nach Deutschland. Ich stehe in Esfahan am Busbahnhof und habe kaum geschlafen, was nicht zuletzt daran liegt, dass unser ursprünglicher Bus eine Panne hatte. Nachts um drei mussten sämtliche Fahrgäste in einen anderen Bus umsteigen. Da wir allerdings zwei Stunden inmitten von Nirgendwo gestanden hatten und währenddessen an die 500 Mal die Klappe des Kofferraums auf- und zugeschlagen wurde, hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich niemand um das Gepäck kümmerte. Arglos war ich den anderen Fahrgästen in den neuen Bus hinterher getappt.

Ein Fehler, wie sich nun erwies. So unvorstellbar es scheint, hatte offenbar keiner der anderen Gepäck im Kofferraum gehabt.

Ich reiße mich zusammen. Noch habe ich einen Tag. Einen Tag, den ich durchaus in den gleichen Klamotten und ohne Zahnbürste oder derartige Luxusartikel verbringen kann, ohne dass es mich aus dem Gleichgewicht bringen sollte. Der Fahrer bedeutet mir, ihm zu folgen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen am Schalter spricht er einige Worte Englisch. Am Ende sagt er mir, dass das Gepäck am nächsten Morgen um acht da sein werde.

Mal sehen, denke ich bei mir und mache mich ohne meinen schweren Rucksack auf dem Rücken auf den Weg zum Amir-Kabir-Hostel.

Shiraz – Stadt der Poeten

Zuvor aber war ich im Süden. Die vorletzte Station auf meiner Reise war Shiraz (oder zu Deutsch Schiras) – Stadt der Poeten, wie mir bereits ein Ehepaar Wochen zuvor in Armenien erzählt hatte. Auch dorthin hatte ich von Kerman aus einen Nachtbus genommen. Nach einem ausgiebigen Frühstück im 4-Sterne-Hotel – nein, ich habe nicht im Lotto gewonnen, aber das Buffet kostete sage und schreibe 2,40 Euro – holte mich Ali ab, der Tourguide, den ich im Ashetooni-Gasthaus in der Wüste kennen gelernt hatte.

Sadra

Sadra

Da er und seine Frau in Sadra wohnten, einem Vorort von Shiraz, der mit 200 000 Einwohnern die Größe einer eigenen Stadt hat, deponierte ich mein Gepäck in dem Hotel, in dem ich auch gefrühstückt hatte. Obwohl ich dort insgesamt beinahe vier Stunden zubrachte, um zu frühstücken und auf Ali zu warten, waren die Rezeptionisten einfach nur nett zu mir. Sie boten mir sogar an, mein Gepäck dort zu lassen – und das, obwohl ich nicht einmal Gast des Hauses war. Typisch Iran.

Schnell merkte ich, dass Ali seine Reiseführer-Qualitäten kaum unterdrücken konnte – er bombardierte mich mit historischen Details und Anekdoten zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Gleich zu Beginn bremste ich ihn jedoch und bat ihn, mein Freund und nicht mein Tourguide zu sein. Das aus zweierlei Gründen: zum einen kam er gerade von einer mehrwöchigen Tour mit norwegischen Touristen zurück und hatte sich ein paar freie Tage redlich verdient, zum anderen genügt es mir persönlich oft, Dinge zu sehen und zu spüren, ohne allzu viel über sie zu erfahren. Die Name persischer Monarchen und Dynastien, die ich nie zuvor gehört habe und mir ohnehin nicht merken kann, sind dabei wenig hilfreich.

Zunächst führte mich Ali also zur Zitadelle des Karim Khan, einem massiven Bauwerk mit einer kleinen Überraschung: es gibt einen schiefen Turm, der verdächtig an Pisa erinnert. In diesem war seinerzeit der Hamam untergebracht, was dem Fundament offenkundig zu viel wurde.

Zitadelle des Karim Khan, Shiraz

Schiefer Turm: Zitadelle des Karim Khan

Danach besichtigten wir die Vakil-Moschee mit ihrer beeindruckenden Säulenhalle und der typischen Kachel-Ornamentierung. Dennoch muss ich zugeben, dass ich nach beinahe drei Wochen im Iran begann, mich an Moscheen sattzusehen. Es wurde Zeit, Sightseeing-technisch einen Gang runterzuschalten.

Vakil-Moschee, Turm

Vakil-Moschee, Turm

Vakil-Moschee, Shiraz, Kachel-Ornamentik

Vakil-Moschee, Kachel-Ornamentik

Säulenhalle, Vakil-Moschee, Shiraz

Säulenhalle, Vakil-Moschee, Shiraz

Der eigentliche Höhepunkt in Shiraz ist jedoch das Grabmal des Poeten Hafez. Ali meinte gar, es sei sein liebster Ort in ganz Iran.

In der Tat ist Hafez‘ Mausoleum außergewöhnlich. Das liegt nicht nur an der schönen Gestaltung – es liegt in einem weitläufigen Garten -, sondern auch daran, dass stets die Klänge persischer Musik erklingen, ganz wie Hafez es sich in seinem Vermächtnis gewünscht hatte. Hunderte, wenn nicht Tausende von Menschen pilgern Tag für Tag zu dieser Grabstätte, um Hafez ihre Referenz zu erweisen.

Goethe höchstselbst, der Hafez in seinem West-östlichen Divan ein Denkmal gesetzt hat, würde vor Neid wohl erblassen, sähe er all die jungen Iraner, die noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus freien Stücken Hafez‘ Dichtungen zitieren. Goethes eigene Werke dagegen werden in seinem Heimatland von jungen Menschen kaum noch gelesen, es sei denn von Schülern, die dazu gezwungen werden.

Tausende Besucher erweisen täglich ihre Referenz: Hafez' Grabstätte

Tausende Besucher erweisen täglich ihre Referenz: Hafez‘ Grabstätte

Grabmal des Hafez

Grabmal des Hafez

 Als wir nun am Grabmal standen, begann Ali Gedichte von Hafez zu rezitieren – auf Farsi und auf Englisch. Obwohl ich auf Farsi natürlich kein Wort verstand, musste ich rasch meinen Blick senken, um die Tränen zu verbergen, die mir in die Augen traten. Auch die Umstehenden warfen ihm bewundernde Blicke zu. Vielleicht ist es das, was diesen Ort so besonders macht: er liegt irgendwo außerhalb der Zeit, in einer Welt, die nie ganz real ist.

Hafez, der als Nationaldichter des Iran gilt, widmet sich in seinen Werken hauptsächlich den Themen Wein und Weib – eine Tatsache, die beim herrschenden Islambild doch überraschend scheint. Sind nicht im Iran Alkohol verboten und die Frauen haben sich zu verhüllen, um nicht die Begierde des Mannes zu wecken?

Allerdings lieferte mir Ali umgehend eine Erklärung für dieses Paradoxon: natürlich seien Rausch und Begehren nur metaphorisch zu verstehen, als Rausch und Begehren, die einen in der Liebe zu Gott erfassten.

Ich runzelte die Stirn, ließ es aber dabei bewenden. Wie Hafez selbst diese Deutung seiner lebensfrohen und Diesseits-orientierten Dichtungen empfunden hätte, werden wir ohnehin niemals erfahren. Womöglich ist es meiner westlichen Arroganz zu verdanken, dass ich dazu neige, dergleichen nicht auf metaphysische Freuden umzuinterpretieren.

Hafis' Grabstätte - Anlage ringsum

Hafis‘ Grabstätte – Anlage ringsum

Tausende Besucher erweisen täglich ihre Referenz: Hafez' Grabstätte

Tausende Besucher erweisen täglich ihre Referenz: Hafez‘ Grabstätte

Ali und Elyseo genießen die Sonne am Grabmal des Hafez in Shiraz

Ali und Elyseo genießen die Sonne am Grabmal des Hafez in Shiraz

Am Abend fuhren Ali und ich schließlich mit verschiedenen Sammel-Taxis nach Sadra, wo seine Frau Shima uns bereits erwartete. Shimas Familie kam überraschend auf eine Stippvisite vorbei und lud uns für den folgenden Abend zum Essen ein – vegetarisch, was bei den meisten Iranern kaum mehr als ein Achselzucken auslöst. Shimas Vater ist politisch höchst interessiert und der arme Ali musste den Übersetzer für unsere Diskussion spielen.

War ich zu Beginn meiner Tage im Iran noch zurückhaltend, was jegliche Meinungsäußerung in Bezug auf Politik anging, hatte ich diese Zurückhaltung im Laufe der Zeit aufgegeben, da ich ein ums andere Mal mit der Offenheit der Menschen dort konfrontiert wurde. Nach all den kritischen Tönen, die ich bezüglich Regierung und islamischer Revolution gehört hatte und nach dem wenig subtilen Aufbegehren der Frauen gegen das Kopftuchgebot, sprach ich frei von der Leber weg. Interessanterweise begegnete mir in all den Gesprächen, die ich führte, eines nie: Amerika-Feindlichkeit. Ganz im Gegenteil – die iranische Bevölkerung scheint sich wesentlich mehr an den USA zu orientieren als die Deutschen. Für viele gilt Amerika als das gelobte Land, ist gar Ziel von Auswanderplänen.

Letztlich ist auch dies nicht überraschend: die Menschen lassen sich ihre Geisteshaltungen ungern von ihrer Regierung vorschreiben und nehmen oft die Gegenmeinung zur offiziell verordneten ein.

Shimas Familie

Shimas Familie

Rustam und Klein-Ali

Rustam und Klein-Ali

Ali und Shima beim Stadtbummel durch Shiraz

Ali und Shima beim Stadtbummel durch Shiraz

Für mich waren die Tage mit Ali in Shiraz erfüllt von neuen Eindrücken und vielerlei Unternehmungen. Wiederum war es ungewohnt, dass alles für mich geplant und organisiert wurde. Glücklicherweise gelang es mir schnell zu akzeptieren, dass ich nicht um meine Meinung bezüglich meines Tagesablaufes gefragt wurde, sondern dass einfach entschieden wurde. Da es in Köln stets ich bin, der beim Kulturprogramm für die Sprachschüler alle Entscheidungen trifft, fand ich mich in einer gänzlich unbekannten Rolle wieder. Allerdings gelang es mir diesen Zustand zu genießen. Er dauerte ohnehin nur ein paar Tage.

Hilfsbereit in allen Lagen: Ali hilft einer alten Dame über die Straße

Hilfsbereit in allen Lagen: Ali hilft einer alten Dame über die Straße

Vermutlich verdiente Shiraz den Titel Stadt der Poeten nicht, läge nur Hafez hier begraben. Doch auch Saadi, der zweite der großen persischen Poeten, fand in Shiraz seine letzte Ruhestätte.

Saadis Grabmal liegt ebenfalls in einem weitläufigen Garten. Auch sein Mausoleum ist mit vielerlei Ornamenten verziert, nur fehlt die Musik, die der Begräbnisstätte des Hafez‘ ihre besondere Aura verleiht. So lockt Saadis Grab auch weniger Besucher an als Hafez‘.

Saadis Grabstätte, Shiraz

Saadis Grabstätte, Shiraz

Shiraz wartete jedoch mit Überraschungen auf, gerade wenn ich nicht damit rechnete. Dazu gehörte vor allem der Ali-ibn-Hamze-Schrein. Im Vorbeilaufen hatte die Kuppel des Schreins mein Interesse geweckt und ich hatte Ali gefragt, ob wir kurz hineinschauen könnten. Für ihn schien dieser Ort nichts Besonderes zu sein. Dennoch begleitete er mich. Als ich den Ali-ibn-Hamze-Schrein betrat, hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde.

Ali-Ibn-Hamze-Schrein, Außenansicht (Shiraz)

Ali-Ibn-Hamze-Schrein, Außenansicht (Shiraz)

Als wir in den Innenraum des Schreins kamen, fiel ich beinahe hintüber. Es war, als betraten wir eine Märchenwelt. Überall funkelt und glitzert es. Fehlten nur die umherrschwirrenden Feen, uns mit Feenstaub zu bestäuben.

Ali-ibn-Hamze-Schrein: märchenhaftes Spiegelland.

Ali-ibn-Hamze-Schrein: märchenhaftes Spiegelland.

Bazar in Shiraz

Bazar in Shiraz

Eindrücke im Abendlicht: Shiraz

Eindrücke im Abendlicht: Shiraz

Haus in Shiraz

Haus in Shiraz

Persepolis

Die letzte große Station auf meiner Iran-Reise war schließlich die Ruinenstadt Persepolis.

Als wir dort ankamen, fanden wir ein für den Iran ungewöhnliches Szenario vor: der Himmel war grau, es war windig und der Sand wirbelte durch die Luft. Ein kleiner Sandsturm – nichts, was uns dazu gebracht hätte, uns auf den Boden zu werfen und zu verhüllen.

Die Ruinen von Persepolis sind 2500 Jahre alt, aber ausgesprochen gut erhalten, da sie beinahe ebenso lange unter Sand verborgen lagen. Alexander der Große zerstörte die Stadt im Jahre 330 vor Christus – da war sie gerade mal zweihundert Jahre alt. Erst vor knapp hundert Jahren wurde der Großteil davon in Ausgrabungen freigelegt.

Ruinenstadt Persepolis

Ruinenstadt Persepolis

Ruinenstadt Persepolis

Ruinenstadt Persepolis

Vermutlich hätte ich das Ganze als Anhäufung von Steinen und eher langweilig gefunden, doch Ali weckte mit seinen Ausführungen über die Geschichte der ehemaligen Residenzstadt und der damaligen Zeit mein Interesse. Zudem strahlen die Ruinen der Stadt etwas aus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Reliefs am Aufgang zum größten Palast der Stadt, der Apadana, sind so gut erhalten, dass noch immer die Herkunft der unterschiedlichen Besucher zu erkennen ist, die dem persischen Herrscher ihre Aufwartung machten und dafür verewigt wurden. Symbolisch wurden ihnen unterschiedliche Tiere, Kleidungsstücke oder Frisuren zugeordnet, um anzuzeigen aus welchem Teil des immensen persischen Reiches sie kamen.

Reliefdetail am Aufgang zur Apadana

Reliefdetail am Aufgang zur Apadana

Reliefdetail am Aufgang zur Apadana

Reliefdetail am Aufgang zur Apadana

Persepolis

Persepolis

Torwächter in Persepolis: wen die nicht das Gruseln lehren...

Torwächter in Persepolis: wen die nicht das Gruseln lehren…

Nachdem ich die Ruinenstadt mit meinen Freunden erkundet hatte, fuhren wir zurück nach Sadra.

Rückkehr nach Esfahan

Am selben Abend nahm ich dann den Nachtbus nach Esfahan. Du erinnerst Dich: der, aus dem ich morgens ohne mein Gepäck wieder ausstieg…

Obwohl mein Flug vom Ayatollah Khomeini Flughafen 30 Kilometer südlich von Teheran aus ging, hatte ich beschlossen, meine Heimreise von Esfahan zu beginnen. Nach meinem ersten Aufenthalt in Teheran zog es mich nicht unbedingt zurück ins Chaos und den Gestank der Megapolis. Hinzu kam, dass mein Rückflug um fünf Uhr morgens startete, sodass ich mitten in der Nacht am Flughafen zu sein hatte, was mich mit einem Taxi von Teheran um die 30 Dollar gekostet hätte.

Die beste Lösung schien mir also den Nachtbus von Esfahan aus zu nehmen, war es doch zugleich die einzige Gelegenheit, vor dem Flug noch eine Mütze Schlaf zu erhaschen. (Dachte ich zumindest…) Außerdem hielt der Bus direkt vor dem Flughafen, fuhr einmal stündlich und kostete wohl ein Sechstel dessen, was ich für ein Taxi aus Teheran gezahlt hätte.

Durch einen schier unglaublichen Zufall lief ich am ersten meiner beiden Tage in der Millionenstadt Esfahan wieder Ali Reza über den Weg, den ich bereits bei meinem ersten Aufenthalt dort kennengelernt hatte. Er fuhr mit dem Fahrrad an mir vorbei, erkannte mich sofort und kümmerte sich den Rest der Zeit um mich. Was soll ich sagen? – So funktioniert das im Iran.

Ich freute mich nach Esfahan zurückzukehren, wusste ich doch, dass das Wasser zurück war.

Wasser zurück?, wirst Du Dich nun vielleicht fragen. Aber so war es. Während meines ersten Aufenthaltes dort führte der Zayandeh-Fluss kein Wasser – so wie den Großteil eines jeden Jahres. Die Regierung lässt den Fluss vor Esfahan stauen und leitet ihn in eine trockenere Region um. Ergebnis ist, dass sich ein ausgedörrtes Flussbett durch die Stadt und unter den historischen Brücken hindurch schlängelt. Nun erfuhr ich aber schon am Tag meiner ersten Abreise, dass das Wasser zurück sei – ein Anlass, den die Esfahanis mit großer Freude begehen.

Alles freut sich über die Rückkehr des Wassers in Esfahan: ob klein...

Alles freut sich über die Rückkehr des Wassers in Esfahan: ob klein…

... ob groß

… ob groß.

Zayandeh Rud, Esfahan, Si-o-Se-Pol Brücke

Ob Tier…

... ob Teenager.

… ob Teenager.

Das Flussufer wird zum Vergnügungspark. Überall sitzen Menschen und plaudern, flanieren am Ufer entlang, rauchen Qalyun oder liegen einfach nur in der Herbstsonne. Die Stimmung ist ausgelassen wie auf einem Volksfest und ich machte mir kurz Sorgen darüber, was es für diese Menschen bedeuten wird, wenn das Wasser in wenigen Monaten wieder weg ist.

Noch eine Station stand in Esfahan auf meinem Plan – ich wollte das armenische Viertel der Stadt besichtigen, allem voran die Kathedrale. Das stellte sich als lohnend heraus, da die armenische Kathedrale nach all den Moscheen im Iran eine willkommene Abwechslung darstellte. In Armenien selbst hatte ich noch dazu kaum Kirchen angeschaut, da ich in Yerevan ja zu sehr damit beschäftigt war, mit meinen neuen Freunden Party zu machen…

Armenisches Viertel, Esfahan

Armenisches Viertel, Esfahan

Armenische Vank-Kathedrale im Iran

Armenische Vank-Kathedrale im Iran

Vank-Kathedrale, Detail

Vank-Kathedrale, Detail

Vank-Kathedrale, Esfahan, Innenansicht

Vank-Kathedrale, Esfahan, Innenansicht

Von Ali Rezas Telefon rief ich noch einmal meinen Freund Ali in Shiraz an und erzählte ihm, dass mein Rucksack auf dem Weg verschollen sei, woraufhin er meinte, er kümmere sich darum. Interessanterweise war ich trotz des Verlusts meines Gepäcks den ganzen Tag über recht entspannt. Ich dachte mir, als unterdessen erfahrener Iran-Reisender, nichts wird geschehen. Die Menschen hier sorgen dafür, dass nichts geschehen wird.

Und so war es auch. Ali rief mich am selben Nachmittag zurück. Mein Gepäck sei jetzt am Busbahnhof, sagte er.

Unglaublich. Ali Reza bot mir an, mich mit dem Auto dorthin zu fahren und das Gepäck abzuholen. So ist das im Iran.

Meinen letzten Tag verbrachte ich auf dem Basar in Esfahan. Der große Unterschied zu einem Basar in Indien ist, dass niemand mir etwas aufschwatzen wollte. Welch angenehmes Einkaufen!

Am Abend besuchte ich mit Ali Reza und zwei Französinnen noch ein Qalyun-Bar, wo wir solange Qalyun rauchten, bis es knapp wurde, meinen Bus zu erwischen. Aber natürlich ließen Ali Reza und sein Cousin es sich nicht nehmen, mich zum Busbahnhof zu fahren. Tags darauf kam ich unbeschadt und um viele Erfahrungen reicher wieder in Köln an.

Mein Freund Ali Reza

Mein Freund Ali Reza

Si-o-Se-Pol, Esfahan

Si-o-Se-Pol, Esfahan

Qalyun-Café, Esfahan

Qalyun-Café, Esfahan

Esfahanis beim Qalyun-Rauchen

Esfahanis beim Qalyun-Rauchen

Sonnenuntergang von der Si-o-Se-Brücke

Sonnenuntergang von der Si-o-Se-Brücke aus

 Khoda hafez, Iran! 

 

Aufruf zum Schluss

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2 Gedanken.

  1. Hallo Elyseo,

    danke für deine Reiseberichte. Super interessant und lebendig geschrieben mit tollen Geschichten!
    Fasziniert hat mich vor allem die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Iraner, welche du erleben durftest.

    Liebe Grüße aus Bamberg
    Thomas

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Elyseo da Silvas Debüt-Roman: Mosaik der verlorenen Zeit. Zur Website →
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