Er nüchtert – Aufzeichnungen aus dem Leben eines Parias (24. Januar 2013)

Donnerstag, 24. Januar 2013

 

Eines ist erstaunlich:

Warum dient Alkohol eigentlich als sozialer Kitt?

Weshalb ist es so verbreitet, überall und bei jedweder Gelegenheit zu trinken? Trauen wir einander nüchtern nicht über den Weg? Trauen wir uns selbst so wenig, dass wir zum einen unsere Hemmschwellen herabsetzen müssen, um redseliger und offenherziger zu erscheinen, als wir es im nüchternen Zustand wären und zum anderen unser Distanzbedürfnis gegenüber Fremden nicht wahrnehmen respektive wahrhaben wollen?

Natürlich scheint Menschenscheu in einer Gesellschaft fehl am Platz, in der sich Wildfremde betrunken in den Armen liegen, nur um einander tags darauf vergessen zu haben, in der Kollegen einander im Rausch bei der Bürofeier die intimsten Geheimnisse anvertrauen, nur um fortan des anderen Blick unter größten Mühen zu erwidern, in der zugleich Entgrenzung (beispielsweise Kontrollverlust oder –aufgabe, gleich welcher Natur – verbal, körperlich, sexuell etc.) aber nur im Rahmen von Rausch erlaubt und verzeihlich ist.

Ich bin kein großer Freund von Distanz. Offenheit entspricht meinem Naturell. Nähe liegt mir.

Aber: entspricht dieser Glaubenssatz über mich selbst tatsächlich der Realität, wenn ich dazu eines Enthemmers bedarf?

Das gilt es wohl erst noch zu bestätigen. Dazu wird es jedoch auch nötig sein, andere Antworten zuzulassen als die, die ich mir bereits seit Jahren gebe. Aller Wahrscheinlichkeit nach beschränkt sich dies nicht allein auf das Thema Offenheit, sondern auf allerlei, mir derzeit noch verborgene Bereiche.

Nicht zu trinken bedeutet, mich auf eine andere Art kennen zu lernen – die Formulierung „auf natürliche Art“ vermeide ich in diesem Augenblick bewusst.

Sinnvoll kann dies nur sein, wenn ich im selben Moment dazu bereit bin, Glaubenssätze über mich selbst und meine Persönlichkeit auf den Prüfstand zu stellen, egal wie tief diese verwurzelt sein mögen, schließlich ist meine Persönlichkeit seit Jahren aufs Allerengste mit meinem Party-Ich verknüpft. (Ihr erinnert euch: everybodypartyyeahyeahyeah)

Weiter noch: Es gilt nicht nur, diese Selbstdefinitionen in Frage zu stellen, sondern auch die ihnen zugrunde liegenden Motive.

Im konkreten Beispiel also lautete die Frage: Ist es wichtig beziehungsweise richtig, fremden Menschen dergestalt Offenheit entgegenzubringen? Ist die Abgrenzung mir unvertrauten Menschen gegenüber nicht womöglich sogar sinnhaft und ich begreife sie in ihrer Sinnhaftigkeit nur nicht, weil ich dem falschen Gedanken zum Opfer gefallen bin, jedem jederzeit nah sein zu können – und zu wollen?

Um noch einen Schritt weiterzugehen: Woher kommt dieses Verlangen?

Denn das es existiert, steht wohl außer Frage. Dass es engstens mit dem Trinken verbunden ist – zumindest in den Köpfen der Menschen, die dieses Verlangen zu befriedigen suchen – zeigt vielleicht folgendes Beispiel aus meinem persönlichen Erfahrungsumfeld:

Im Rahmen meiner Lehrtätigkeit gestalte ich das Kulturprogramm für unsere ausländischen Sprachschüler. Dabei steht es mir vollkommen frei, was ich anbieten möchte, einzig sollte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen kulturellen und sozialen Aktivitäten gewahrt werden. Ob ich also mit den Schülern ins Museum, ins Kino, auf ein Konzert o. Ä. gehe oder mit ihnen gemeinsam einen drauf mache, bleibt letztlich mir überlassen. Das Ziel ist stets das gleiche: den Schülern eine Möglichkeit zu eröffnen, sich gegenseitig und die Kultur des Landes besser kennen zu lernen (theoretisch besehen müsste diese Möglichkeit bei all den Angeboten gleichermaßen gegeben sein).

Ein paar durchschnittliche Teilnehmerzahlen aus meinen Erfahrungen mit dem Kulturprogramm in den letzten anderthalb Jahren (mit Ausnahme der Sommerkurse, die eine andere Dynamik entfalten):

 

Museumsbesuch: 0 – 5 Teilnehmer

Kinobesuch: 1 – 6 Teilnehmer

Allmonatlicher Stammtisch (inklusive jeder Menge Alkohol): 50 – 70 Teilnehmer.

 

Was sagt mir das?

Nun, zuerst ist das Bedürfnis nach sozialen Kontakten offenkundig da. ABER: wenn die Schüler sich im Rahmen einer Aktivität kennen lernen, bei der sie einander nüchtern begegnen und dies auch während der ganzen Zeit bleiben, überwiegt – ja, und hier stellt sich die Frage, was:

Kulturelles Desinteresse? Schüchternheit? Gleichgültigkeit? Interkulturelle Hemmschwellen?

Wollte ich meine Teilnehmerliste um jeden Preis füllen, bräuchte ich nur durch die Klassen laufen und den Schülern sagen: „Das Programm für diese Woche heißt Saufen.“ Umgehend stünden Schlangen von Schülern vor besagter Liste, um ihren Namen darauf zu setzen.

Womit aber hängt das zusammen?

Vielleicht liegt der Schlüssel in eben jenem Widerspruch zwischen der Reserviertheit bzw. Distanz, die ich an mir selbst wahrnehme und gewiss auch nach außen trage, wenn ich nüchtern unterwegs bin, und meinem Bedürfnis danach, Nähe oder Vertrautheit zu fremden Menschen aufzubauen. Auch das ist mir nur allzu vertraut.

Aber wodurch entsteht die Diskrepanz zwischen diesen beiden gegensätzlichen Polen? Empfinde ich Reserviertheit, Schüchternheit oder Distanz im Umgang mit mir kaum bekannten Menschen, läuft das dem Wunsch nach Nähe doch konträr zuwider. Weswegen versuche ich also über den Umweg Alkohol dennoch geradezu zwanghaft, eine solche herzustellen?

Womöglich liegt der Schlüssel zu diesem Paradoxon gar nicht in mir. Womöglich ist er außerhalb zu suchen.

Ist es möglicherweise nicht mein subjektives Wollen, das diese rasante Annäherung sucht, sondern vielmehr ein gesellschaftlich oktroyiertes?

Denkbar wäre, dass das Überspringen eines langsamen Kennenlernprozesses, eines vorsichtigen sich aneinander Herantastens (wie es ohne Vertrautheitsbeschleuniger Alkohol stattfände) nur ein Spiegel ist. Der Spiegel einer immer schnellerlebigen, sprunghafteren Welt.

Meine Damen und Herren, wir haben doch keine Zeit!

 

Denn, während wir nüchtern noch mühsam herauszufinden bemüht wären, ob uns ein anderer Mensch liegt, ob wir mit ihm befreundet oder gar verpartnert sein wollten, könnten wir im selben Zeitrahmen in dionysischer Euphorie bereits fünf andere Menschen abgecheckt und ad acta gelegt haben, um vielleicht just in diesem Moment fröhlich beschwippst mit der Liebe unseres Lebens an der Bar zu stehen.

Oder, um es auf eine banale Formel zu bringen: während Villabajo noch schrubbt, wird in Villarriba schon gefeiert!

Muss heute nicht alles zwei Kriterien erfüllen – namentlich schnell gehen und Spaß machen? Wer hat denn noch Zeit, sich mit jemandem wirklich auseinanderzusetzen?

Kompatibel heißt es miteinander zu sein.

Blockierst du morgens das Bad, bevor ich ins Büro muss?

Bist du Vegetarier, wo ich doch Schnitzel liebe?

Willst du Kinder, während ich geschäftlich viel im Ausland zu tun habe?

Und wie wirkt sich das alles eigentlich auf Steuer und Ehegattensplitting aus?

 

Das sind Fragen, die die Welt bewegen.

Zudem ist unsereinem, als fortschrittlichem Erdenbürger des 21. Jahrhunderts, ein gewisser Verschleiß doch ohnehin vertraut. – Auch und nicht zuletzt bei der Auswahl des Menschenmaterials, das für Freund- oder Partnerschaften herzuhalten hat, man denke nur an Scheidungs- bzw. Trennungsraten.

Weshalb sich da noch Zeit nehmen?

Klingt zynisch?

Mag sein.

Dabei habe ich gute Laune…

Interessant wäre es indes zu erfahren, wie dies zu anderen Zeiten ablief. Und möge mir jetzt bitte niemand mit Leibeigenschaft, Feudalismus oder dergleichen Unfug kommen.

Zu beobachten steht heute jedenfalls, dass die Menschen sich oftmals allein fühlen. Und dass sie beim ersten Anzeichen von Problemen allein gelassen werden und allein lassen. Im Zweifel suche ich mir im großen Supermarkt der Partnerangebote einen Neuen und während der Überbrückungsphase schlucke ich meinen Schmerz im wahrsten Wortessinne eben hinunter.

Ein entscheidendes Indiz dafür, dass Alkohol alle Kriterien einer Droge erfüllt, ist übrigens, dass ich erst beginne, mir relevante Fragen zu stellen, seit ich auf den Konsum verzichte. Dieses Phänomen kenne ich bereits aus anderem Kontext.

Nadenn Prost!

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Foto: Franco Rabazzo. Herzlichen Dank! glas I
http://www.flickr.com/photos/fz/5252308639/sizes/l/in/photostream/

23 Gedanken.

  1. Hey Elyseo, eine tolle Seite!

    Lernst du die Welt auch nüchtern kennen? Wie schön, ich auch. Du erlebtest mich sogar bei meinem letzten Konsum – ich saß dir am 26.12. bei Marion gegenüber. Seit dem ist meine einzige Droge eine Tasse Kaffee und Yogastunden am Abend. Noch vor ein paar Monaten wäre so ein Leben für mich absolut undenkbar. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte oder es mir nicht gewünscht hätte – es ging einfach nicht. Nüchtern zu sein ist wohl mehr als auf Drogen jeder Art zu verzichten. Es ist eine Frage der eigenen Entwicklung und auf jedem Fall des Mutes sich dem Leben so zu stellen, wie es eben ist. Ich war heute mit meinem Chef auf dem Balkon, wie gingen dort immer zusammen hin um eine zu rauchen. Ich war heute einfach nur dabei. Ich schnappte nach der frischen Luft und er rauchte dabei gemütlich eine Zigarette. Noch vor ein paar Wochen wäre es unmöglich für mich gewesen. Immer wenn ich den nächsten Versuch startete auf Drogen zu verzichten, fühlte es sich genau so an: als Verzicht und Verlust. Ich merkte an welchen Stellen mir diese Stoffen fehlen und wann ich sie brauche. Jedes Mal fing ich dann wieder an und empfand dabei eine Erleichterung. Endlich wieder in meinem sicheren Käfig. Die ersten Wochen waren dann sehr schön, ich fragte mich dann immer: „warum wolltest du eigentlich damit aufhören?“ Irgendwann schließte sich der Kreis wieder und ich fühlte meinen Käfig und das Unwohlsein – weil ich etwas für mein Leben so brauchte – eine Sucht ist wie ein Gefängnis. Ich wollte aber frei sein – mich frei fühlen! Nichts zum Leben brauchen außer mich selbst, keine Angst haben, wenn irgendein Stoff, das ich kaufen muss, fehlt.
    Ich genieße jetzt das Leben nüchtern – unglaublich. Es ist nicht nur so, dass ich verzichte, ich genieße meine Freiheit – es ist so schön…
    Ich bin allen Drogen dankbar, die ich je genommen habe. Diese Stoffe jeder Art sind wie riesige Schilder, auf denen steht: „Hey, an dieser Stelle magst du dich nicht. Hey du, hier hast du eine Wunde, bitte kümmere dich darum.“ Die Schüchternen trinken, die gestressten kiffen, die unsicheren rauchen und die gelangweilten koksen ….Jeder hat so seine Lieblingsdroge:-) Liebe Abhängigen und Süchtigen, freut euch über euere Süchte, sie sind Wegweiser in einer Neonschrift, kaum zu übersehen.

    Und Elyseo? Warum magst du gerade den Alkohol so? Sind dir die Menschen um dich herum dann näher?

    LG Silvia

    PS: Ich freue mich schon auf deine weitere Erfahrungen!

    • Liebe Silvie!

      Danke für Deine Gedanken! Es ist schon erstaunlich, zu lesen und zu erfahren, wie viele Menschen sich gerade auf eine andere Art und Weise mit ihrem Leben auseinandersetzen und versuchen, neue Wege zu beschreiten. Ich freue mich darüber, habe das Gefühl, dass die Dinge nach einem für mich als lange empfundenen Stillstand ringsumher wieder in Bewegung geraten. Das ist gut!
      Sehr kluge Gedanken, die Du da zum Thema Wegweiser formulierst, finde ich! Ja, das stimmt wohl, da gibt es Dinge, die man überdecken, verstecken, nicht wahrhaben will und dann greift man zu Hilfsmitteln jedweder Art. Warum das bei mir gerade Alkohol ist, ist eine Frage, die ich mir tatsächlich in dieser Form noch nicht gestellt habe. Ich fürchte, darüber muss ich erst einmal nachdenken, bevor ich Dir antworten kann. Aber all dieser Input, den ich von so vielen Seiten gerade dankenswerterweise bekomme, ist wie einzelne Samenkörner, die ich in mir keimen lasse und die beizeiten dann sprießen und mir Antworten bescheren. Das schöne ist, dass ich ja plötzlich so viel Zeit habe, dass ich die Antworten auch hören und wahrnehmen kann.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Freude auf dem eingeschlagenen Pfad!! Schön darum zu wissen, dass Du in der Ferne Ähnliches erlebst wie ich hier in Köln!

      Ich umarme Dich, liebe Silvie! Auf bald!

      Elyseo

    • Liebe Silvia,
      kann dieses Gefühl des Verzichts nicht auch mit einer zweiten Seite der Drogen zusammenhängen?
      Zum einen gebe ich dir recht, dass die gewählten Drogen Problemstellen aufzeigen können, aber dienen sie nicht auch zum anderen der, schon an einer anderen Stelle von Elyseo erwähnten, Abrufbarkeit von Gefühlen? Wie oft höre ich von Leuten, dass beispielsweise Kuscheln mit dem Partner/der Partnerin auf MDMA das Beste sei. Man würde die absolute Liebe für den Körper, die Seele und den Geist des Partners empfinden. Irgendwie traurig, dass man nicht auch ohne MDMA dazu in der Lage ist. Ich würde sogar noch weitergehen und fragen, warum wir ständig nach so extremen Gefühlen suchen, anstatt die Gefühle anzunehmen, du unsere Körper, unsere Seele und unser Geist bereit sind von sich aus zu geben.
      Das geht natürlich einher mit dem wahnsinns Anspruch, den wir an uns selbst stellen. In jeder Situation können wir uns perfekt verhalten, entsprechen immer dem Bild eines agilen, ewig jungen, dynamischen, ehrgeizigen, kreativen, selbstverwirklichten, ausgeglichenen, selbstbewussten, altruistischen, individuellen, gut angepassten Mitglieds unserer Gesellschaft. Der Mensch sollte am Besten morgens nach dem Aufstehen eine Line Speed ziehen, um top „fit“ zu sein. Auf dem Weg zur Arbeit noch mit etwas Koks das Selbstbewusstsein pushen, Nachmittags zum Runterkommen dann eine gemütliche Tüte Gras, für den abendlichen (aber immer bombastischen) Sex mit der geliebten Person dann MDMA (oder besser gleich einen Cocktail aus verschiedenen Drogen) und dann schön viel Alkohol, wenn man sich mit Freunden trifft um auch ja „offen“, „gesellig“ und „lustig“ zu sein. Ma Wochenende dann auf Pilzen durch den Wald fliegen und sich künstlerische, wie auch spirituell realisieren…….
      Ich finde es zeigt, dass du lernst mit dem glücklich zu sein, was du dir selbst zu geben hast, wenn du sagst, dass es dir gar nicht wie ein Verzicht vorkommt. Das freut mich wirklich sehr für dich!
      Und auch für dich mein lieber Elyseo, der du gerade große Stärke zeigst deinen Weg zu gehen.

      • Hey,

        ja du hast absolut recht. Drogen dienen der Aufrufbarkeit der Gefühle. Genau das habe ich damit gemeint. Sie sind wie Wegweiser. Du nimmst Hilfsmittel um die Gefühle hervorzurufen, die du am meinsten vermisst und bei den du unbewusst weißt, dass du sie dir nicht selbst herstellen kannst. Eigentlich ist es unser natürlicher Zustand sich geborgen und sicher zu fühlen und dies auch mit anderen Menschen zu teilen. Es ist unser Geburtsrecht selbstbewusst und lebensfroh zu sein. Wir werden aber schon in der Kinderheit „erzogen“ und somit beschädigt. Manche mehr als die anderen. Gewisse Gefühle verlieren wir schon in der Kinderheit und vergessen komplett, dass es sie gibt …Dann kann man zum Beispiel zu MDMA greifen und schon erinnert man sich wieder. Man wird sich dieses Gefühls wieder bewusst. Du weißt dann genau, hier fehlt mir etwas, an dieser Stelle brauche ich mehr Liebe, Unterstützung, Blockanbeseitigung oder was auch immer. Du weißt auch wie es sich ungefähr anfühlen soll. Du weißt dann konkreter wo du hinwillst. Verstehst du? Die alten Schamanen haben Drogen genau auf diese Art und Weise benutzt. Sie öffneten mit ihnen ihren Geist auf eine kontrollierte und gesunde Weise. Sie waren aufgeklärt. In unserer Gesellschaft werden fast alle Drogen verboten, wir nehmen sie wahllos, wir sind nicht aufgeklärt und auch nicht vorbereitet. Wir nutzen Drogen kaum, wir missbrauchen sie. Wir haben vergessen, wie man diese Substanzen nutzt, wir bekommen immer nur zu hören, dass sie schlecht sind.
        Also echt offen gesagt – ich wäre jetzt nicht die, die ich jetzt bin – hätte ich nicht in London vor 8 Jahren diese Pilze geschmissen. Die Welt war dann so friedlich, so farbig und so wunderschön. Ich fühlte, wir sind alle eins und miteinander in Liebe verbunden. Ich dachte nur: „So ist die Welt wirklich? Ich will sie so wahrnehmen können!“ Es war eine Entscheidung fürs Leben, alles war ich seit damals tue ordnet sich diesem Ziel unter. Erstmal sind die Dinge hochgekommen, die mich vor der „göttlichen“ Wahrnehmung trennen, das Erlebnis war aber so stark, dass es egal war in welcher Dunkelheit ich rumgeirrt bin, ich wusste immer, wohin ich will. Nach 8 Jahren brauche ich tatsächlich keine Hilfsmittel mehr um diese Wahrnehmung herzustellen.

        Ich bin stark dafür, dass unsere Gesellschaft ohne Ausnahme alle Drogen legalisiert. Ich will die Verantwortung den Menschen selbst in die Hand legen. Außerdem wäre der Umgang damit endlich viel offener und nach einer gewissen Zeit des Chaos auch gesunder.

        Nicht die Drogen sind schlecht, nur unser Umgang damit.
        Oh Mann, dieses Thema liegt mir echt am Herzen, ich habe wieder so viel geschrieben:-)

        LG S.

  2. Lieber Elyseo,

    Deine Gedanken gefallen mir. Jedoch kommt m.E. das Thema der Entgrenzung hierbei zu kurz. Unsere Gesellschaft ist eine reglementierende, festlegende, genau definierende und begrenzende. Momente der möglichen Entgrenzung sind nicht erwünscht, mit einigen wenigen Ausnahmen wie die Entgrenzung im Fussball-Stadion, wo es auf einmal völlig in Ordnung ist wildfremde Menschen mit „Schiri, du dumme Sau“, „Arschloch“, „Raus die Sau“ etc. zu beschimpfen. In diesem Rahmen ist alles in Ordnung, auch wenn man brennende Zigis in die Menge wirft und sich die Klamotten vom Leib reißt. Aber wo ist denn das sonst heute noch möglich? Wenn man einfach mal schreien will, gibt es schon keinen Ort mehr: daheim beschweren sich die Nachbarn, rufen vielleicht sogar die Polizei; im Wald fühlen sich die Tiere belästigt; in der Disco fliegst Du raus…
    Es ist nicht erwünscht, zu tun, worauf man gerade mal Lust hat. Man ist begrenzt und wird sofort zurechtgewiesen, egal ob es den Zurechtweisenden betrifft oder nicht. (Übrigens auch hier interessant, dass sich wildfremde Menschen dafür zuständig fühlen einem mitzuteilen, wie man Fahrrad zu fahren hat, ob man mal auf der Straße singen darf etc.)
    Lange Rede, kurzer Sinn: die Möglichkeit all diesen Beschränkungen, die m.E. auch wirklich nerven können, v.a. weil man sie selbst verinnerlicht und von alleine nicht mehr herauskommt, zu ignorieren und zu vergessen ist Alkohol. Auf einmal ist wieder alles in Ordnung – man kann weinen, man kann pöbeln, man kann endlich mal ordentlich die schon lang gedachte Wahrheit ins Gesicht sagen,… Und das einzige, was alle denken: ach, der ist ja betrunken!

    Es umarmt Dich
    die Schwester

  3. Yo baby,
    drei sachen; erstens: die gute laune hab ich schon nach drei zeilen rauslesen können. ich freu mich immer wenn ich neue nachrichten von elyseos welt hab, weil ich das paria-tagebuch so gern verfolge. meiner bescheidenen ansicht nach ist es, …naja… , mir liegt „genial“ auf der zunge, wie du dein projekt angehst. ich lese hier gedanken eines menschen der sich auf sehr ehrliche art und weise mit seiner situation auseinandersetzt, der hinschaut wo es weh tut. ein melancholiker der sich seine gute laune in schwierigen phasen bewahren kann. schön, solche freunde zu haben. zweitens: ich lese gerade „die biologie der angst“ von gerald hüter, seines zeichens einer der wegweisenden neurobiologen der gegenwart und ausserdem sehr sympathisch. im kontext dessen deute ich deine jetzige art der auseinandersetzung mit dem thema sucht, und nicht zuletzt diese aufzeichnungen, als ziemlich kluge strategie um bestehende muster aufzubrechen. bist halt ein helles köpfchen. drittens: was bedeutet eigentlich m.E. ?
    ahoi.

    • Danke für die Blumen, mein Freund!

      Wie Du weißt, kann ich den Strauß nur an Dich zurückreichen – das habe ich Dir ja in den wenigen wundervollen Stunden um die Weihnachtstage erst gesagt!
      Ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht über dieses Projekt! Und darüber, dass es mir so leicht fällt! Aber das war genau, was den Ausschlag gegeben hat – ich dachte mir in all den Wochen vor der Entscheidung, wenn ich das schaffen will, dann kann ich es nur in eine Projektform kleiden. Dass es so viele Leute gibt, die sich dafür interessieren und mir so offen und herzlich ihre Unterstützung zukommen lassen, macht es nur leichter!

      m.E. = meines Erachtens…

  4. Einen herzlichen Dank an Euch alle für Eure Unterstützung und Eure tollen Gedanken hier auf dem Blog! Ich freue mich, dass ihr mein Projekt mit noch mehr Leben füllt, als ich dazu allein im Stande wäre!
    Elyseo

  5. hallo elyseo,
    ich finde dies ist eine gute seite,du hast dir echt gedanken gemacht und stehst mit beiden beinen im leben,
    bei mir ist das leider nicht so,ich hab seit ca 25 jahren ein alk.-problem,im jahre 2000 kamen noch benzos dazu,ich wurde das erstemal vater,hatte gerade mein meisterstudium beendet ………..suchte entspannung,dass diese form der gesuchten entspannung falsch war,naja das ist ja klar.
    von 2001 bis 2003 ging es dann immerweiter aufwärts,als ich 2004 eine firma übernahm,was ich auch wollte und welche mich finanziell gut versorgt,waren die benzos tagsüber die zugabe zu den mahlzeiten,wenn ich mal gegessen hatte,abends,nein kurz nach feierabend wurde das thema alkohol immer interessanter,ich trank,sobald der letzte angestellte die firma verlassen hatte,sollte mich doch keiner so sehen,alle haben es mitbekommen,keiner hat was gesagt.
    ich empfand das trinken als entspannung,als meine erste ehe 2007 in die brüche ging,unter anderem auch wegen meiner sauferei,da wurde ich wach,meine damalige frau ist zusammen mit unserem sohn aus unserem haus ausgezogen,eine woche später hatte ich mich in einer privaten klinik zur entgiftung und entwöhnung angemeldet und konnte am nächsten tag anreisen.
    das machte ich auch,als ich nach drei wochen wieder zurück kam,jo da dachte ich nun ist alles gut,ich habs geschafft.
    nach nur 2 wochen begann ich wieder zu trinken,aber diesmal richtig,ich konnte nicht damit umgehen,wenn du nach hause kommst ist das haus leer,kein kinderlachen,kein krach……einfach nix ,nur mein hund ,der mich strafend anschaute.
    es kam wie es kommen musste,anfang dezember 2007 war ich auf dem nullpunkt,mir war alles egal…………..trinken…schlafen ……….trinken usw ,dieses spiel habe ich 2 wochen gemacht ,essen war nicht ,ich konnte nichts essen,der kühlschrank war voll,als morgens so gegen 8 mein hausarzt anrief,was ist mit ihrem termin heute,sagte ich,ich mache schluss,nach ca 30 min stand der rettungswagen vor der tür und ich wurde ind städtische kh in die geschlossene gebracht,war die beste reaktion von meinem arzt.
    nach nur einer woche hab ich das landeskrankenhaus,auf eigenen wunsch,wieder verlassen.
    meine priv. krankenkasse hat für diese heilbehandlung kein geld,bzw. ich hab den falschen tarif……also kasse zahlt nichts,klasse dachte ich,ich schaff das auch so.

    tja was soll ich sagen ,ich dachte ich habs geschafft,2009 wieder geheiratet,mein sohn aus erster ehe lebte bei mir,die welt ist gut…………….
    2011 ging es wieder los,nur diemal alles schneller……………4 wochen nach dem rückfall bin ich gleich in die klinik,egal was es kostet,ich wollte wieder trocken sein,aber als nach 3 wochen meine ersparnisse alle waren und meine kasse wiedermal nicht mitspielte bin ich nach hause gefahren………………ich war bester dinge,jetzt bin ich sauber,ich habs geschafft,
    dachte ich

    nun trinke ich wieder,leider

    • Hallo „Tankwagen“!
      Vielen Dank für Deine aufrichtigen und offenen Worte. Das ist eine sehr krasse Lebensgeschichte, die Du da preisgibst – und leider vermutlich eine, die viel häufiger vorkommt, als unsere Mitmenschen das gemeinhin wahrhaben wollen. Ich hoffe sehr, Du findest den Mut, den Kampf nicht aufzugeben – die Stärke liegt in dir selbst, auch wenn es sich im Augenblick nicht so anfühlen mag. Schaffen kannst Du es, da bin ich mir sicher. Du hast mit Sicherheit auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich alles in Phasen abspielt – und momentan heißt das womöglich, dass Du Dich schwach und verzweifelt fühlst – aber es werden auch wieder andere Tage kommen. Diese Erfahrung mache ich jedenfalls immer wieder, egal wie hoffnungslos ein Zustand sich anfühlen mag.
      Hast Du schon mal über eine Alternative wie die Anonymen Alkoholiker nachgedacht? Ich weiß nicht, wie gut die sind, aber das wäre im Moment das Einzige, was mir einfiele, wenn Deine Kasse sich weigert, eine solche Therapie zu bezahlen – was ich gelinde gesagt eine riesige Unverfrorenheit finde. Das lässt bezüglich des Zustands unseres sogenannten Gesundheitssystems tiefer blicken, als es einem Recht sein kann.
      Ich wünsche Dir zunächst alles erdenklich Gute und würde mich jederzeit freuen, weitere Beiträge von Dir hier zu finden.
      Herzliche Grüße,
      Elyseo

      • hallo elyseo,
        danke für die nette antwort,mit den aa ,dass hab ich schon probiert,allerdings ist das schon länger her,ich hab mir vorgenommen,nächsten freitag die gruppe zu besuchen,
        kann kein fehler sein.
        desweiteren habe ich vor,ab morgen die welt nüchtern zu erleben,ohne alk und ohne benzos,
        ich nehm mir immer viel vor,aber ich hoffe ich schaffe das.
        ja,ich hab angst davor,wenn ich morgen nach feierabend nicht mein bier an der tanke kaufen gehe,ich werd aber in die tanke gehen und mir nen schokoriegel,egal was da kaufen,hauptsache ich war da und habe keinen alk gekauft.
        wenn ich morgen nach hause komme,dann geh ich ne stunde in den wald,da gibt es zum glück keine kioske,mag blöd klingen,ist aber so.
        ich habe fest vor ab morgen ohne alkohol und ohne benzos mein leben zu gestalten.
        ich liebe meine kinder und meine frau,ich hab keine lust mehr mein leben an die sauferei zu verschenken.
        die grosse ist nun 24 jahre alt (zweite ehe) ,sie studiert noch,aber ich finde es echt gut,wie sie zu mir hällt,ohne vorwürfe,ohne dumme sprüche,sie hat den alkoholismus an ihrem leiblichen vater erfahren und sie wird mich in jeder hinsicht unterstützen,das finde ich gut.
        meine frau steht auch hinter mir,was ich ihr sehr hoch anrechne.
        ich hoffe,ich kann morgen sagen,jo,der erste tag ohne alk.
        liebe grüsse

        • Hallo!
          Das klingt nach einem super Plan, würde ich sagen. Und ich bin zuversichtlich, dass Du das schaffst. Sei einfach nicht zu hart zu Dir. Was ich damit meine: wenn es an einem Tag mal nicht klappt, ist es kein Grund, gleich die Flinte ins Korn zu werfen, sondern dann heißt es am nächsten Tag eben einen neuen Versuch zu starten.
          Außerdem ist es okay, dass Du Angst davor hast, ja, mehr als das, es ist sogar vollkommen normal.
          Aber, das ist tatsächlich eine meiner größten Lektionen des vergangenen Jahres: kein Gefühl ist so schlimm, wie die Angst vor dem Gefühl.
          Ich drücke Dir für morgen auf jeden Fall ganz fest die Daumen! Halt mich auf dem Laufenden!
          Einen herzlichen Gruß aus Köln,
          Elyseo

  6. hi elyseo,
    ich hab mir das echt vorgenommen und ich möchte es schaffen,aber ich muss dir wiedersprechen,ich muss hart zu mir sein,sonst wird das nichts.
    ja,ich habe anngst vor dem gefühl………….wieder versagt,
    ich bin nun soweit,dass ich sagen möchte,alles gut,bin trocken oder alles mist,hebt ne grube aus. sry ,was ich damit meine ,ich will leben oder sterben,ein zwischendrinn,nee nee
    so mein ich das ,ich möchte es schaffen und das schaff ich

    • Dann drücke ich Dir noch fester die Daumen! Und leben ist die bessere Alternative, selbst wenn es sich bisweilen nicht so anfühlen mag!

  7. im grunde machst du das,wovon ich immer träumte,eine seite,wo jeder seine sachen hinterlassen konnte,die er fühlte,die im moment gefühlt waren ,einfach den mut sich anderen mitmenschen mitzuteilen,respect.

    • Ohnehin ist es gut, Dir Deiner Träume bewusst zu werden, um Deinem Leben positive Alternativen zu geben! Insofern – schaff Dir doch auch einen Blog, das kann jeder (im Zweifel mit ein wenig Hilfe)…

      • hi,
        ich muss leider schreiben,ich hab es nicht geschafft,als ich im kiosk war,fing ich an zu zittern,dann hab ich mir das teufelszeug wieder gekauft……………………..so nen dreck,
        ich könnt mich selber in den hintern treten.

        • Deswegen meinte ich: sei nicht hart zu Dir! Du sollst es natürlich schon durchziehen, nichts zu trinken, aber dass Du es heute nicht geschafft hast, heißt nicht, dass Du es morgen nicht schaffen kannst. Spar Dir den Gang zum Kiosk! Neue Gewohnheiten schaffen ist der Weg, den Du Dir zur Aufgabe machen könntest! Lass den Kopf nicht hängen, ich glaube an Dich!

  8. Hmmm, das macht mich nun wirklich nachdenklich.
    Tatsächlich habe ich durchaus auch im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis beobachtet, dass man eher nach dem Prinzip Ex und Hopp nach einem neuen Lebens(abschnitts)partner sucht, anstatt selber Kompromisse einzugehen oder nach Lösungen für vorhandene Probleme lange zu suchen. Ich erinnere mich auch z.B. sehr gut, dass in unserem kleinen Ort in dem Jahr, als mein Mann und ich heirateten noch vier andere Paare vor den Traualtar traten. Fünf Jahre später waren diese sämtlich getrennt. Teilweise bereits geschieden oder auch neu liiert und orientiert.
    Das ist dann wohl die Kehrseite der schönen glänzenden Medaille der Neuzeit? „Früher“ gab es kein Alternativmodell neben der Ehe. Man heiratete und blieb zusammen „bis der Tod euch scheidet“. Und wenn die liebe Gattin in Wirklichkeit eine Harpye war, oder der Göttergatte sich als prügelnde Saufnase entpuppte, wurden für gewöhnlich die Zähne zusammen gebissen und das Los eben ertragen. Meistens. Geschieden zu sein war eben ein Makel und uneheliche Lebensgemeinschaften ja ohnehin ein Tabu.
    Ohne jetzt in die Kerbe der sog. „Emanzen“ schlagen zu wollen – zum Teil lag das ganz sicher an der Abhängigkeit der Frauen von ihren Ehemännern als Ernährer. Gerade in ländlicher Umgebung. Meine eigene Mutter ist Jahrgang 1930 und war damals so etwas wie ein Exot, weil sie als eine der Wenigen aus ihrer Schulklasse einen Beruf lernte, nämlich Krankenschwester.
    Und ich erinnere mich gut, dass mein Vater zuweilen schwer damit zu kämpfen hatte, wenn er als Maurer im Winter „nur“ Schlechtwettergeld heimbrachte und meine Mutter ein stattliches Monatsgehalt.
    Heutzutage ist es selbstverständlich in unseren Breiten, dass auch Töchter eine Ausbildung bekommen, damit sie auf eigenen Füßen stehen können. Aber logischerweise bewirkt das auch eine Verschiebung in den Köpfen der Menschen. Heute MÜSSEN die wenigsten Frauen bei einem Ehemann bleiben, um versorgt zu sein.
    Insofern glaube ich, dass bei der Partnersuche gezielte Enthemmung mittels Alkohol eher ein Symptom ist und keine „Krankheitsursache“.
    Zusammengemixt aus mehreren Komponenten wie ein bunter Cocktail. Dem Wunsch dazu zu gehören, sich zu entspannen, lässiger zu sein und dergleichen mehr. Und ich denke, das liegt an der Erwarungshaltung, die wir an uns selber und Andere haben. Überall um uns herum werden wir damit konfrontiert, dass wir jugendlich zu sein haben, effizient, ausgeglichen, attraktiv UND vor allem suggeriert man uns dass wir selbst schuld sind, wenn wir eben das nicht sind. Welche Frau über 40 färbt sich nicht die Haare oder benutzt Antifaltencreme, welcher Mann in ähnlichem Alter sieht nicht sorgenvoll in den Spiegel wenn die Stirn höher wird oder versucht nachlassende Potenz mit gewollt jugendlichem Auftreten oder dem Kauf eines Statussymbols zu kompensieren? Die wenigsten. Und Alkohol lässt nun mal die harten Kanten der Realität verwischen. Sei es die eigene oder die Anderer … (Im Extremfall wacht man dann morgends auf, wirft einen Blick auf die Person neben sich und fragt sich nicht nur nach deren Namen, sondern auch, wie in Dreiteufelsnamen man SO tief sinken konnte … ^^)

    • …wenn man sich denn überhaupt etwas fragt, außer, wie diese vermaledeiten Kopfschmerzen zu beseitigen sind!
      Aber Danke dafür, dass Du auf den Selbst-Schuld-Gedanken in unserer Kultur hinweist – den halte ich nämlich für immens wichtig. Ähnlich operiert ein Großteil der Bücher auf dem sogenannten Esoterik-Markt. Frei a la „Glücklich in 30 Tagen“ – wer das nicht schafft, ist selbst schuld, den Ratgeber hält er schließlich in Händen. Den gab’s für 8,95 € – Du darfst raten – richtig, bei Weltbild!

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