Iran kompakt- ein Abgleich zwischen Realität und Befürchtung

Alles Terroristen? Im Iran leben dunkelhaarige Menschen mit Bart.

Alles Terroristen? Im Iran leben dunkelhaarige Menschen mit Bart.

Von ungläubigen Blicken, Unverständnis bis zu Kommentaren wie „Das macht mir Bauchschmerzen“ oder „Ich bin in Sorge“ erntete ich alle möglichen Reaktionen, als ich Freunde und Familie wissen ließ, dass ich plante, in den Iran zu fahren. Das kommt gewiss nicht von irgendwo.

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Dor-dor und Nasen-OPs – Jugend im Iran (Yazd und Kerman)

Dariush, Sooroosh, Elyseo, Amin und Mehrdad (v.l)  - Schrein-Selfie

Dariush, Sooroosh, Elyseo, Amin und Mehrdad (v.l) – Schrein-Selfie

„Dann fahren wir die Straße wieder hinunter. Wenden. Fahren die Straße wieder hinauf. Drehen um. Fahren runter. Manchmal über Stunden. Immer im Kreis. All die schönen Mädchen sind hier. Wenn wir Glück haben, können wir einem oder mehreren unsere Nummer geben.“

Dariush strahlt mich aus seinen schwarzen Sternaugen an. „Außerdem driften wir mit dem Auto.“
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Kashan und Esfahan – Selbstgeißelung und architektonische Wunder

Abendstimmung in Kashan

Abendstimmung in Kashan

„Ich sah diesen faszinie-renden Hubschrauber im Landeanflug. Klick, ein Foto. Klick, noch eins. Plötzlich stürmte eine Gruppe breitschultriger Uniformier-ter auf mich zu. Gewehr im Anschlag.

What you do, Mister?

Mir wurde heiß.

Just a foto, lächelte ich verlegen.

You come with us. Fotos not allowed. Military. You explain. Police must ask questions.

Und schon saß ich auf der Rückbank eines Militärwagens. Hinter mir wurde die Tür zugeschlagen.“

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The Hitchhikers‘ Guide to Georgia – Eine Anleitung zum Überleben

 

Parental AdvisoryBatumi hat unter Reisenden nicht den besten Ruf. Das mag daran liegen, dass es in den Sommermonaten aus allen Nähten platzt, seit der nördliche Teil der georgischen Schwarz-meerküste mit Abchasien seine Unabhängigkeit vom Rest des Staates erklärt hat. Als Julie und ich allerdings Mitte Oktober hier ankamen, war die Touristen-Saison bereits vorüber. Was dann bleibt, ist ein Städtchen wenige Kilometer nördlich der türkischen Grenze, dessen Architektur mich immer wieder an einen Märchenpark erinnert: überall Türmchen, Erker, verspielte Formen und nachts ist alles in bunten Farben beleuchtet.

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Istanbul (Teil II) – Bayram-Fest, eine Nacht im Gezi-Park und ein Rauswurf

Mann auf den Straßen Istanbuls

Mann auf den Straßen Istanbuls

Bayram ist das muslimische Opfer-Fest. Es gilt als höchster Feiertag im Islam. Die Muslime feiern es in Gedenken an Ibrahim, unter den Christen als Abraham bekannt, der gemäß Überlieferung bereit war, seinen Sohn Ismael (christl. Isaak) zu opfern. Ehe dies geschah aber, wurde ihm von Gott Einhalt geboten. Daraufhin opferte Ibrahim zu Ehren seines Gottes einen Widder.

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Istanbul (Teil I) – Nächtliche Irrwege und Deals mit Kleinganoven

Geburtstagsüberraschung Istanbul: meine Mutter und ich auf Bosporus-Tour

Geburtstagsüberraschung Istanbul: meine Mutter und ich auf Bosporus-Tour

„Du?“ Sie sah mich an. Ihr Gesicht nahm eine ungewöhnlich blasse Färbung an. „Was machst DU denn hier?“

Danach Schweigen.

Die nächsten fünfzehn Minuten sagte meine Mutter kaum ein Wort. Es hatte ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen. Überraschung gelungen. Lies weiter

Eriwan – Stadt der Längschläfer

„Und was machst Du hier?“ frage ich.

Mattia Miraglio, Weltenwanderer aus Italien

Mattia Miraglio, Weltenwanderer aus Italien

„Ich gehe einmal zu Fuß um die Welt“, antwortet der über und über tätowierte junge Italiener. Er sitzt auf einem Sessel und schaut sich eine Fernsehserie auf seinem Computer an.

Sein Name ist Mattia Miraglio. Er ist ein ganz normaler Typ, wie er selbst sagt.

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