Zahnpasta-Pops und Bäranoia

Da saß ich nun also, vor mir ein schäumendes Gebräu, dessen schierer Anblick Skepsis in mir aufsteigen ließ: eine dunkelbraune Flüssigkeit, auf deren Oberfläche eine Kugel Vanilleeis trieb, die sich in rasanten Tempo dem Sprudel ergab. Flüchtig betrachtet wirkte wie das Ganze wie ein missglücktes Experiment aus dem Highschool-Chemielaboratorium. Hätte mich jemand um eine fachmännische Prognose gebeten, ich hätte spontane Hitzeentwicklung vorhergesagt.

Mit weit aufgerissenen Augen sah mich meine Freundin Erin an.

„Und?“ fragte sie.

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Von Walen und der See

Obschon ich unterdessen zurück in Deutschland bin, habe ich mir vorgenommen, Euch meine Kanada-Erlebnisse nicht gänzlich vorzuenthalten. Ich will versuchen, zumindest von einigen Geschichten zu erzählen, die mir während meines zweimonatigen Aufenthaltes widerfuhren. Aufgrund meiner Fokussierung auf die Fertigstellung meines Romans musste ich mir immer wieder das Schreiben von Blogposts verbieten. Es wäre gewiss eine willkommene Ablenkung gewesen (ihr kennt das – es ist so ähnlich, wie wenn ihr an einer Master-Arbeit sitzt und plötzlich eine Wahnsinnslust auf Fensterputzen und Schimmelflecken im Bad Entfernen entwickelt).

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Spring is coming (04. April 2013)

Spring is coming – zumindest nach Vancouver Island, so viel steht fest. Ich hatte bereits damit gerechnet, dass es hier nicht so unverschämt kalt wäre wie derzeit in Deutschland, dass ich hier allerdings von einem Blütenmeer überrascht würde, erstaunte mich dann doch.

24 Stunden von Tür zu Tür, dieser Reisemarathon liegt nun glücklicherweise bereits hinter mir und da ich auf das Schlimmste gefasst war, empfand ich die Reise als gar nicht so übel. Zunächst ging es von Düsseldorf nach Toronto, ein achtstündiger Flug, auf dem ich dummerweise den einzigen Platz erwischte, wo unter dem Vordersitz eine überdimensionierte Eisenbox ihr Zuhause gefunden hatte. Lies weiter